Das Sozialgericht hat sich mit der Klage eines MVZ gegen die Ablehnung der Bestellung eines MVZ-Arztes zum ärztlichen Leiter befasst. Der zuständige Zulassungsausschuss hatte die beantragte Bestellung des Arztes zum ärztlichen Leiter mit der Begründung abgelehnt, dies sei aufgrund dessen Tätigkeitsumfanges von 10 Wochenstunden nicht zulässig. In Hinblick auf BSG-Rechtsprechung müsse die Arbeitszeit eines ärztlichen Leiters mindestens 20 Wochenstunden umfassen, da dieser Mitglied der Kassenärztlichen Vereinigung sein müsse. (mehr …)
Fachärzte, die bei der Patientenbehandlung ohne Spezialleistungen auskommen, werden seit einigen Quartalen von der KV gefördert. Für jeden Behandlungsfall, in dem nur die Grundversorgung des jeweiligen Faches zur Anwendung kam, erhalten die Ärzte von der KV die „Pauschale für die fachärztliche Grundversorgung (PFG)“. Für die meisten Fachrichtungen liegt diese PFG zwischen € 2 und € 4 pro Fall und Quartal. (mehr …)
In Kürze aktualisiert der Statis e.V. seinen jährlichen Betriebsvergleich für Klinik-MVZ. Die erhobenen Kennzahlen wurden überarbeitet und sind nun noch stärker auf die für den wirtschaftlichen Erfolg entscheidenden Sachverhalte ausgerichtet. (mehr …)
Innerhalb von jeweils 5 Jahren muss jeder Arzt gemäß § 95d Abs. 5 SGB V mindestens 250 Fortbildungspunkte sammeln und nachweisen. Wird diese Fortbildungspflicht von einem Arzt nicht erfüllt, ist die KV verpflichtet, das Honorar zu kürzen. Die Kürzung beträgt in den ersten vier Quartalen der Nichterfüllung der Fortbildungspflicht 10% des Honorars, danach sogar 25%. (mehr …)
Der Gesetzgeber will die Stilllegung von Vertragsarztsitzen in überversorgten Gebieten mit dem anstehenden „Versorgungsstärkungsgesetz“ verschärfen. Aus einer „Kann“-Vorgabe wird voraussichtlich künftig eine „Soll“-Vorgabe werden. Die Zulassungsausschüsse sollen also künftig in überversorgten Gebieten Zulassungen anlässlich der Praxisabgabe stilllegen. (mehr …)
Dem Vorgehen einiger kassenärztlicher Vereinigungen, die im MVZ angestellten Ärzten geringere Plausibilitätsgrenzen als freiberuflich tätigen Vertragsärzten zugewiesen hatten, erteilt der Gesetzgeber nun offenbar eine deutliche Absage. (mehr …)
Ein Medizinisches Versorgungszentrum ohne eigene Räume verdient seinen Namen nicht. Wird innerhalb dreier Monate nach Zulassung die medizinische Tätigkeit nicht aufgenommen, endet die Zulassung automatisch. So entschied kürzlich der Vertragsarztsenat des Bundessozialgerichts (Az.: B 6 KA 25/14 R). (mehr …)
In vielen MVZ streicht die KV mehr oder weniger umfangreich EBM-Ziffern aus der Honorar-Abrechnung. Hintergrund ist meist der fehlerhafte Ansatz einer EBM-Ziffer. So sieht das Regelwerk des EBM z.B. zahlreiche Ausschlüsse für die Nebeneinanderabrechnung von Leistungen vor. (mehr …)
In dem anstehenden „Versorgungsstärkungsgesetz“ plant der Gesetzgeber offenbar, die Möglichkeiten zur Gründung von MVZ auszuweiten. Dem Koalitionsvertrag von 2013 folgend, soll künftig die Gründung eines MVZ mit zwei fachgleichen Zulassungen möglich werden (also bspw. mit zwei gynäkologischen Sitzen). Das verpflichtende Kriterium der Interdisziplinarität wäre für MVZ dann Vergangenheit. (mehr …)
Bereits seit dem 1. Januar 2013 können Zulassungsausschüsse gemäß § 103 Abs. 3a SGB V die Ausschreibung und Übertragung von Vertragsarztsitzen in überversorgten Gebieten verweigern. Die betroffenen Praxisinhaber sollen im Gegenzug von der KV eine Abfindung in Höhe des Verkehrswertes der Praxis erhalten. (mehr …)